Etappe 05: Märchenhaftes Farbenmeer am Rande des Ruhrgebiets

22,1 km05:52Schwer

Genieße beeindruckende Seenpanoramen; erkunde auf schmalen Pfaden die Haard; durchstreife Heidelandschaft und lass dich durch die unterschiedlichen Landschaften tragen.

In Haltern am See beginnt deine Zuwegung zum Hohe Mark Steig, der sogleich mit einem Höhepunkt aufwartet: den Wasserlandschaften des Halterner Stausees. Hier kann sich das Auge nicht entscheiden, wo es zuerst hinsehen will. Muss es doch auch nicht.

Entlang der sich schlängelnden Stever wirst du durch die Landschaft getragen: Mal unter Bäumen am Ufer entlang, mal mit freier Sicht auf die Stever, mal auf weichen Waldwegen.

Bis an den See heran und weiter, bis er sich teilt und dir ein grandioses Panorama in beide Richtungen bietet. Dann ein Stück durch bewaldetes Gebiet und dein Blick wandert erneut über den geteilten See.
Halte Ausschau! Vielleicht siehst du einen seltenen Gast bei seinem Beutestreifzug: Den Fischadler. Zu erkennen an seinem breiten, markanten Streifen von den Augen bis zu den Halsseiten.
In unmittelbarer Nachbarschaft und auf deinem Weg durchwanderst du ein wahres Kleinod, das sich dir schier aus dem Nichts eröffnet: Die Westruper Heide. Sandige Pfade und eine bizarre Heide und Wacholderlandschaft. Zur Blütezeit der Heide ist sie ein Meer in zartem lila und rosa. Verlockend! Das Gebiet ist die größte Zwergstrauchheide Westfalens.

Einer Sage zufolge ist diese Landschaft so entstanden: nachdem die Engel im Auftrag Gottes die Erde gestaltet hatten, war der gute Boden schon überall verteilt, da stellten sie erschrocken fest, dass zwischen Lippe und Stever ein Stück fehlte. Eilig schütteten sie einen Sack Sand aus und legten eine dünne Schicht von Humusresten darüber. Nun wuchsen auch hier einige anspruchslose Pflanzen – und Gott sah, dass es gut war …

Auf waldigen Wegen bist du nun in Richtung Lippe unterwegs. Hier kannst du wählen: Möchtest du trockenen Fußes über die Brücke gehen oder lieber abenteuerlich auf der Lippe mit der Fähre Maifisch schwimmen? Eine gute Idee?
Für deine Sicherheit sorgt eine Metallkette, an der die Fähre befestigt ist, die du mithilfe einer Kurbel und deiner Muskelkraft auf die andere Seite des Flusses bringen kannst. Eine schöne Herausforderung!

Nach dem Abenteuer liegt der beschauliche Ort Flaesheim auf deiner Strecke. Eine kleine Pause gefällig?

Wandere weiter auf den waldigen Wegen der Haard in Richtung Feuerwachturm Rennberg. Auf einer Erhebung vor dir kannst du ihn schon sehen: 39 Meter hoch ist das Stahlkonstrukt und bis zur letzten Plattform in 36 Metern Höhe begehbar. Steig hinauf! Den Weitblick, den du bei klarem Wetter über die grüne Waldidylle hast, solltest du dir nicht entgehen lassen.

Nun bist du auf dem letzten Stück deiner Erlebnistour auf dem Hohe Mark Steig, der dich eine ganze Weile durch den südlichen Teil der Haard trägt. Vogelgezwitscher, Blätterrauschen, erdiger Waldgeruch und sanftes Licht, das durch die Baumkronen fällt – Waldbaden – ein wahrer Genuss für alle Sinne! Im Spiel von Licht und Schatten kannst du deinen Gedanken nachgehen, dich an der Schönheit des Waldes erfreuen, an den kleinen Sehenswürdigkeiten. Werde zum Schatzsucher!

Am Wanderparkplatz Haardgrenzweg ist deine Etappe auf dem Steig beendet. Lass dein Erlebnis nachwirken, vielleicht bei einem guten Schmaus. Lass es dir schmecken!

Aktueller Hinweis

Die Hauptroute über die Steverbrücke in Haltern am See ist zurzeit gesperrt und nicht begehbar, eine Umleitung liegt vor.

Karte

Überblick

Strecke: 22,1 kmDauer: 05:52Start: Haltern am SeeZiel: Oer ErkenschwickSchwierigkeit: SchwerAufstieg: 240 mAbstieg: 180 mHauptweg

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