Ein langer Weg

Der Hohe-Mark-Steig wird wahr

Von der ersten Idee bis zur Eröffnung des Fernwanderweges war es ein langer Weg. Gäste im Hotel Jammertal in Datteln waren es, die Hotelier Alfons Schnieder fragten: Warum kann man eigentlich nicht vom Rhein aus auf einem schönen Weg bis hierher wandern? Als sich ab November 2009 einige Heimatfreunde und Gastronomen mehrmals im Jammertal trafen, um die Gründung eines Tourismus-Vereins vorzubereiten, brachte Schnieder die Gäste-Idee gleich zur Sprache. Am 26. Februar 2010 gründete sich dann, ebenfalls im Jammertal, der Hohe Mark Tourismus e.V. (HMT) und setzte die Wanderstrecke ganz oben auf seine Projektliste. Ein Name war bald gefunden: Nach sorgfältiger Prüfung vieler Vorschläge fiel die Wahl auf „Hohe-Mark-Steig“.

Gemeinsam mit dem Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) und dem Wanderverein Haard-Trapper entwickelte der HMT eine Strecke aus zwölf Rundtouren, insgesamt 240 Kilometer lang. Etliche Stunden waren dazu erforderlich, über Karten und am Computer, vor allem aber in Wald und Flur. Rund 500 Wanderfreunde nutzten die Gelegenheit, die Abschnitte zu testen und zu bewerten. Viel Zeit verschlang auch die Abstimmung mit Behörden, Verbänden und Waldeigentümern. Diese ehrenamtlich geleisteten Arbeiten, über 500 Stunden, waren im Herbst 2011 abgeschlossen.

Ohne öffentliche Fördermittel war jedoch an eine Ausschilderung, an die Ausstattung mit Bänken und Schutzhütten sowie an eine dauerhafte Unterhaltung nicht zu denken. Der Verein Hohe Mark Tourismus beauftragte daher ein Planungsbüro, an der Erschließung und Beantragung von Fördermitteln mitzuwirken. „Dafür haben wir einen fünfstelligen Betrag investiert“, sagt HMT-Vorsitzender Schnieder. Als wichtige Stützen und Projektträger konnten zwei starke Partner gewonnen werden: der Regionalverband Ruhr (RVR), größter Waldbesitzer in dieser Region, und der Naturpark Hohe Mark e.V., Trägerverein des Naturparks. Im Sommer 2017 passierte das Projekt einen wichtigen Meilenstein: Über eine Million Euro Fördermittel vom Land NRW für den Hohe-Mark-Steig flossen an den RVR, der den Betrag noch durch erhebliche eigene Mittel aufstockt. Der Naturpark Hohe Mark übernimmt, in der Startphase ebenfalls mit Fördermitteln der EU und des Landes NRW, das Marketing für den Steig.

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Nach der Eröffnung des Steigs in diesem Jahr bleibt allerhand zu tun. Die Strecke des Hohe Mark Steigs will unterhalten, ergänzt und erfolgreich vermarktet werden. HMT-Vorsitzender Alfons Schnieder: „Es liegt nun an allen Beteiligten, nicht zuletzt an den Kommunen, die touristischen Potenziale des Hohe- Mark-Steigs zu heben, zum Nutzen der ganzen Region.“